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Nach fünf Siegen in Folge war es vorbei. Beim dritten Lauf der Sports Car Challenge stand Sven Barth (PRC Turbo) erstmals in dieser Saison nicht als Gesamtsieger auf dem Treppchen. Das erste Rennen auf dem GP-Kurs des Nürburg- rings entschied der PRC Pilot noch für sich. Im zweiten Heat holte sich Thorsten Rüffer im Division 2 Norma Honda seinen ersten Gesamtsieg in der SCC. Zuvor war Sven Barth als Führender mit Problemen am Turbo ausgefallen.
Damit gelang es Sven Barth nicht die Siegesserie von Vorjahresmeister Mitch Mitländer mit sechs Siegen in Folge zu knacken. Dabei hatte das Wochenende für den 30jährigen eigentlich perfekt begonnen. Mit knapp über 3,3 Sekunden Abstand zu Thorsten Rüffer hatte Sven Barth den PRC Turbo auf Pole gestellt. Schon im letzten Jahr stand Barth auf Startplatz eins, allerdings noch im Division 2 Ligier Honda. Im ersten Rennen am Samstag lief es ebenfalls bestens, bis kurz vor Schluss das Getriebe streikte. „Da habe ich schon mächtig geschwitzt und gehofft, dass es reicht“, so Barth. Zugute kam da die verkürzte Renndistanz, nachdem kurz vor dem Start ein Regenschauer niedergegangen war.
Nachdem dieser aber schnell vorüber war, verzichtete das Feld auf Regenreifen. Die richtige Entscheidung wie sich zeigen sollte. „Am Anfang war es nicht ganz einfach, da es stellenweise doch recht nass war“, erklärte Barth. Beim zweiten Durchgang schien es dasselbe Spielchen wie am Morgen zu geben. Gleich nach der Startfreigabe schoss Sven Barth auf und davon. Zur Rennhalbzeit schien der sechste Gesamtsieg nur noch Formsache zu sein, als der Turbo streikte. „Es hätte nicht viel gebracht weiterzufahren und die Gefahr war groß, dass da mehr kaputt geht“, so ein enttäuschter Sven Barth.
Des einen Freud, des andren Leid, heißt es dazu im Volksmund. Im ersten Rennen noch mit einer gebrochenen Halterung für den Gaszug an zweiter Stelle liegend ausgefallen, sicherte sich Thorsten Rüffen den Sieg. Für den Norma Piloten war es der erste Gesamtsieg in der SCC und der erste Sieg eines 2-Liter Autos seit Oktober 2007. Damals hatte Yvan Haberkorn beim Finale in Hockenheim das Kunststück fertiggebracht – auch mit einem Norma Honda.
„Ich wusste anfangs gar nicht, dass Sven ausgefallen war und fühle mich als Gesamt- zweiter. Erst im Fahrerlager habe ich dann erfahren, dass ich das Rennen gewonnen hatte“, freute sich Rüffer. Wirklich gut standen die Chancen dafür aber zunächst nicht. Wegen des Ausfalls im ersten Rennen, stand der Norma auf Startplatz acht. „Auf der Startgeraden befand ich mich mitten im Gemenge, konnte mich aber vorkämpfen. In der Mercedes Arena machte ich dann gleich einige Plätze gut“, so Rüffer über die Anfangsphase. Kurz darauf kam Rüffer am PRC BMW von Siegmar Pfeifer vorbei. Doch an Andreas Fiedler biss er sich zunächst die Zähne aus. Erst als Fiedler Bremsprobleme bekam, kam der blaue Norma vorbei. „Es war aber sehr fair, dass mich Andreas Fiedler vorbei gelassen hat, da er sich nicht weiter hätte verteidigen können. Das war sehr sportlich und fair von ihm“, lobte Rüffer den Konkurrenten.
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