Erfolgreiches Rennwochenende in Franciacorta (I)

 

Erfolgreicher Start in die neue Rennsaison!
Komo-tec siegreich auf dem Autodromo „Daniel Bonara“ in Franciacorta (Italien)
 
Auch dieses Jahr fährt Komo-tec wieder in der European Sports Car Challenge in der Division 2 mit einem Norma M20F, angetrieben vom selbst entwickelten Honda C3 Motor. Fahrer Thorsten Rüffer hat sich zum Ziel gesetzt den Meisterschaftstitel diese Saison wieder zurückzuholen.
 
Das Team hat dafür ganze Arbeit geleistet. Der bereits in 2009 und 2010 eingesetzte Norma wurde über Winter neu aufgebaut. Komo-tec typisch wurde im Detail weiterentwickelt: Durch leichtere Shells und neuen Unterboden konnte der Schwerpunkt tiefer gelegt werden. Zusätzliche Verstrebungen versteifen die gesamte Heckpartie. Ein paar zusätzliche Norma Upgrades sollen die aerodynamische Balance verbessern. Die Lenkung wurde ebenso umgebaut für noch mehr Grip in langsameren Passagen.
 
Die Woche vor den zwei Sprint Rennen am 14. und 15. Mai 2011 stand unter dem Motto „Timing ist alles“. Das Auto wurde Dienstag fertig, so dass man am Mittwoch einen ersten RollOut in Hockenheim wagen konnte. Dort wurden noch kleinere technische Probleme erkannt und beseitigt während der Fahrer sich schon mal mit den neuen Fahreigenschaften vertraut machen konnte. Donnerstag wurden die letzten Schraubarbeiten erledigt und zusammengepackt für die Fahrt nach Italien.
 
Gerade noch rechtzeitig kamen Team und Fahrer Freitags zur Rennstrecke angereist, um am ersten Training auf der neuen Strecke teilnehmen zu können. Die ermittelten Daten wurden direkt verwendet um das Auto dem äußerst kleinen und mit reichlich Bodenwellen versehenden Kurs anzupassen. Dieser Kurs ist so klein, dass man 2 Kurven im 1. Gang fährt, 6 Kurven im 2. Gang und nur 2 Kurven im 3. Gang. Hier geht es um mechanischen Grip und weniger um Downforce.
 
Nach einem weiteren Training folgte das Qualifying, Welches wie die folgenden 2 Rennen zusammen mit den Teilnehmern der AVD 100 Meilen statt fand. Aber in nur 20 min mit 30 Fahrzeugen eine freie Runde finden? Und dann soll die noch perfekt sein? Wie soll das gehen? Aber wie gesagt, die Woche stand unter dem Motto „Timing ist alles“ und Fahrer Thorsten Rüffer lies sich nicht aus der Ruhe bringen und wartete geduldig bis zur aller letzten Runde. Die war endlich frei und alles passte für eine super Zeit. Er sicherte sich Startplatz 3 hinter Sven Barth (Div 1) und dem Lokalmatador Bellarosa (Div 2). Letzterer wohnt in der Nähe der Strecke und fährt dort jede Woche mit einem perfekt auf dem Kurs abgestimmten Auto der neusten Generation (Monocoque Bauweise). Klar, dass Bellarosa die Nase ganz vorn hatte.
 
Dafür hatte der Komo-tec Fahrer den Rest des großen Div 2 Feldes ebenso im Griff: 2 Sekunden Vorsprung trennten ihn vom nächst platzierten aus seiner Klasse.
 
Nun konnte es ins erste Rennen gehen. Wie im Vorfeld schon vermutet ging es heiß her. Der Kurs ist einfach zu klein für so viele Fahrzeuge mit so unterschiedlichen Konzepten und Rundenzeiten. Es krachte andauernd und das Safety Car war pausenlos im Einsatz. Dem Lokalmatador gingen die Nerven durch als es eng wurde und überholte unter gelber Flagge was ihm nach dem Rennen den Sieg kostete und auf Platz 2 versetzte. Mit italienischen Temperament zog er eingeschnappt von dannen. Nicht einmal zur Siegerehrung kam er mehr – ein sehr unsportliches Verhalten. Der Rest hatte hingegen seinen Spaß und Erfolg: Platz 1 ging an Sven Barth, Platz 3 an Andreas Fiedler (beide Div 1). Letzterer bot sich rundenlang mit Thorsten Rüffer einen anschaulichen Zweitkampf. Nach einigen Hin und Her musste Rüffer Fiedler passieren lassen, Bremsplatten an der Vorderachse machten einen Kampf auf letzter Rille nicht mehr möglich.
 
Am Sonntag folgte noch das Rennen Nr. 2. Dieses Mal ohne den Lokalmatador. Die Teilnehmer hatten Autos, Gegner und Strecke nun besser im Griff und das Safety Car musste nur 1x ausrücken. Während Sven Barth sich ohne Druck deutlich absetzen konnte, hielt Fiedler das Div 2 Verfolgerfeld leider die ersten Runden extrem auf. Fast 2-3 Sekunden langsamer als am Vortag war dieser unterwegs. Für den Komo-tec Piloten gab es kein Vorbeikommen. In den engen Passagen war kein Platz zum Überholen, auf den Geraden setze sich Fiedler aufgrund der Div1-üblichen Mehrleistung immer wieder ab. Im Infield dauerte es dann immer nur 3 Kurven und Rüffer war wieder dran. Dieses Katz und Maus Spiel wurde dann aber durch die vielen Überrundungen unterbrochen. Erst in der letzten Runde war Rüffer wieder direkt dran. Das lange ersehnte Überholmannöver blieb aber aus. „Ich wollte nicht zuviel riskieren. Lieber die wertvollen Meisterschaftspunkte sicher nach Hause fahren!“, so sein Statement dazu. Der Zieleinlauf war 1. Platz Sven Barth (Div 1), 2. Platz Andreas Fiedler (Div 1), 3. Platz Thorsten Rüffer (Div 2). Der nächste Divisions 2 Fahrer fand sich erst 20 Sekunden später im Ziel auf Platz 4 ein.
 
Somit führt die Division 1 Meisterschaft Sven Barth an, die Division 2 Meisterschaft führt Thorsten Rüffer an. In der SCC Gesamtmeisterschaft führt Barth mit 37 Punkten vor Thorsten Rüffer mit 30,5 Punkten.
 
Team Komo-tec hat somit eine gute Ausgangsposition für den Titel geschaffen. Die nächsten 2 Sprintrennen finden in Hockenheim am 18. Juni statt. Der Eintritt ist kostenlos, wer möchte, ist herzlich eingeladen vorbeizuschauen.
 
Weitere Infos zur SCC und zum offiziellen Rennbericht gibt es hier:
 

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