24h Härtetest für die erste Wettbewerbs-Elise mit TOYOTA Antrieb

24h Härtetest für die erste Wettbewerbs-Elise mit TOYOTA Antrieb

Zum ersten Mal startete eine „Elise“ mit TOYOTA Technik bei den 24h am Nürburgring, so dass trotz Erfolg versprechender Resultate bei den vorausgegangenen Testfahrten die bange Frage blieb:

Werden Motor, Getriebe und Antriebswellen durchhalten?

Der 1800 ccm TOYOTA – Motor war mit dem Entwicklungsziel

  • flacher Drehmomentverlauf
  • breites nutzbares Drehzahlband
  • moderater Kraftstoffverbrauch
  • gute „Fahrbarkeit“ gerade auch auf nasser Strecke

und vor allem

  • Haltbarkeit auch unter extremen Dauerbelastungen

optimiert worden.

Die veranschlagten 230 PS bei etwa 8200 U/min wurden nur knapp verfehlt. Das maximale Drehmoment und dessen Verlauf übertrafen jedoch unsere Erwartungen. Diese positiven Ergebnisse bestärkten unser Vertrauen in das Potential des TOYOTA Triebwerks und veranlassten uns die Drehzahl während des gesamten Rennens erst bei 8.800 U/min zu begrenzen.

Um es vorweg zu nehmen - Motor und Getriebe haben die Extrembelastungen des Nürburgrings vollkommen klaglos überstanden.

Der niedrige Ölverbrauch und hohe, gleichmäßige Kompressionswerte, verbunden mit geringen mechanischen Geräuschen sind ein Indiz für den immer noch ausgezeichneten Zustand von Motor und Getriebe.

Damit hätte sich die KOMO-TEC-Elise relativ weit vorn im über 200 Fahrzeuge umfassenden Starterfeld platzieren müssen.

Ja, wenn da nicht die hochmotivierten Fahrer und die Widrigkeiten des Wetters gewesen wären. Natürlich trifft keinen der Fahrer eine Schuld an den zahlreichen Unfällen während des Trainings und des Rennens. Leitplanken die viel zu nahe an der Strecke montiert sind, “Kerbs“ in ungeahnter Höhe genau auf der sehr “individuellen“ Ideallinie und unvernünftige Konkurrenten, die unbedingt überholen wollen nur weil sie mit einem schnelleren Auto unterwegs sind, waren die wirkliche Ursache.

Alles begann bereits im ersten Training am Freitag. Die KOMO-TEC Elise befand sich in der zweiten Runde und die Mechaniker waren noch mit dem Auspacken der Boxentafeln beschäftigt, da meldete der Fahrer bereits über Funk den Einschlag in die Leitplanke verbunden mit dem Verlust der Heckverkleidung. Nach einer provisorischen Reparatur waren die anderen Fahrer mit dem beschädigten Fahrzeug nicht in der Lage, eine gute Rundenzeit zu erreichen und die nasse Straße im zweiten Training ließ eine Verbesserung des Startplatzes auch nicht mehr zu.

Diese Serie unplanmäßiger „Instandsetzungsarbeiten“ setzte sich über das ganze Wochenende fort und fand ihren unrühmlichen Abschluss im Morgengrauen des Sonntags, als ein kapitaler Crash die linke Antriebswelle so massiv in das Getriebe schob, dass dessen Austausch erforderlich wurde.

Dass es auch anders geht bewies die ebenfalls von KOMO-TEC vorbereitete „Zensen-Elise“, die unaufgeregt und mit großer Zuverlässigkeit ihre Runden absolvierte und sich nach 24 Stunden im guten Mittelfeld platzierte.

Das 24h-Rennen auf dem Nürburgring hat gezeigt, dass sich das KOMO-TEC Team mit der Entwicklung der TOYOTA-Power in der Lotus Elise auf dem richtigen Weg befindet.

Bei unseren englischen Fahrern gibt es aber offensichtlich noch „room for improvement“.

 


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